Königstein in der Oberpfalz

Königstein in der OberpfalzDer Name Königstein/Opf. erscheint in der Geschichte erstmals um das Jahr 1130 als CHUNGSTEIN, was soviel wie Königsburg bedeutet. Es war der Sitz der Reichsministeralien von Königstein, die urkundlich im Jahre 1125 genannt werden und nach 1250 ausstarben. Sie waren mit den Herren von Reicheneck, deren Sitz die Burg Reicheneck bei Happurg im Pegnitztal nahe Hersbruck war, stammverwandt. 1393 kam Königstein an Herzog Stephan II. von Bayern-Ingolstadt. Schon im Jahre 1357 wurde das Dorf Königstein zum Markt erhoben. Bis zum Jahre 1623 stand Königstein unter der Herrschaft der Herren von Breitenstein, deren Turnierschild der Markt ab 1817 als Marktwappen führte. Dieses Hoheitszeichen, von Silber und Blau geteilt, wurde dem Markt von König Max I. Joseph 1817 verliehen. Es entspricht dem Schild der Herren und späteren Freiherren von Breitenstein.

Im Ortsteil Gaißach haben wir die älteste Siedlung vor uns , angelegt in der Zeit zwischen 600 und 800 n.Chr. Die ersten Neusiedler waren Bayern. Von der Urzelle des Marktes Königstein raunt die Sage: vier Bauern hätten in der "Hüft" (bei den Gehöften) ihre Blockhäuser errichtet. Die Sage weiß dann weiter von der Gründung der Burg Königstein zu berichten. Bei einem Umritt um des Reiches Grenzen kam der König auch in die hiesige Gegend. Auf einer Anhöhe entdeckte er zwei turmartige Felsen. Den westlichen, breiteren bestieg er. Von der prächtigen Aussicht in die herrliche Landschaft war er entzückt. Er ließ sich auf dem Felsen (dem Königsfelsen) ein Festmahl bereiten. Die vier Bauern in der Hüft dienten nach Hofsitte. Der König beschloss in seiner Begeisterung, auf dem Felsen eine Burg errichten zu lassen und gab ihr zur Erinnerung an das fröhliche Mahl den Namen Königstein.

Eingebettet in dem geschützten Talkessel der Frankenalb, gehört die Region um den Erholungsort Königstein mit zu landschaftlich reizvollsten und abwechslungsreichsten Gebieten der Oberpfalz und darüber hinaus von ganz Nordbayern. Der Ossinger mit seinem Aussichtsturm ist eines der beliebtesten Wanderziele der Marktgemeinde. Durch schattige Laubwälder führt ein abwechslungsreicher Weg nach oben. Die Maximiliansgrotte bei Krottensee zählt mit zu den größten und schönsten Tropfsteinhöhlen in Deutschland.

Mit einer Ausnahme treffen sich seit 1992 Einwohner aus den drei Königsteins in der Oberpfalz zum "Dreikönigstreffen". Bei geselligem Beisammensein tauschen die Bürger der Namensgleichen Neuigkeiten aus und pflegen alte und neue Freundschaften.

Ein Blick in die Vorgeschichte von Königstein weist aus, dass einen Kilometer nördlich sich die älteste bisher entdeckte menschliche Wohnstätte in der Oberpfalz befindet, der felsgekrönte Berggipfel "Küh-Loch". Professor Dr. Birkner stellte 1918 fest, dass der Mensch der Altsteinzeit zwischen 30.000 und 10.000 v.Chr., da der Jura noch Tundra und Steppe war, hier gehaust hat.

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